Geschichte der Gemeinde Langenberg

In den historischen Urkunden taucht der Name Langenberg erstmalig im Jahre 1180 auf, als die kleine Ansiedlung auf einem der Höhenausläufer der Oelder und Stromberger Berge dem Fürstbistum Osnabrück zugeschlagen wurde.

Entwicklung in Langenberg

Seitdem wurde Langenberg von den Drosten und Amtmännern auf dem Wiedenbrücker Reckenberg verwaltet. Auch nachdem Preußen in seinen nach dem Wiener Kongress im Jahre 1815 neu hinzugewonnenen westfälischen Landesteilen als neue Verwaltungseinheit die Kreise schuf, verblieb Langenberg im Amtsverband Reckenberg, bis zur Auflösung der Ämter im Zuge der Gebietsreform von 1970.
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Entwicklung im Ortsteil Benteler

Ähnlich verlief die Entwicklung im Ortsteil Benteler, der im Jahre 1130 erstmals Erwähnung findet. Bis zur kommunalen Neuordnung in Nordrhein-Westfalen gehörte Benteler dem Amt Liesborn-Wadersloh an, das im Jahre 1816 mit der preußischen Verwaltungsneueinteilung geschaffen worden ist. Im Jahre 1998 hat Benteler das 100jährige Jubiläum von Kirchengemeinde und Dorfgemeinschaft gefeiert.
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Industrielle Anfänge

Vor mehr als 150 Jahren nahm vom ehemaligen Amtshaus auf dem Reckenberg in der damals vorwiegend landwirtschaftlich ausgerichteten Gemeinde Langenberg die industrielle Entwicklung ihren Beginn. An der 1828 vollendeten Chaussee Wiedenbrück-Lippstadt gründete im Jahre 1845 Amtmann Konrad Hermann Lappmann auf seinem Gut Hohenfelde eine "Bayerische und Exportbrauerei". Hier wird heute in der Privatbrauerei Hohenfelde als der einzigen Brauerei des Kreises Gütersloh ein wohlmundendes Bier hergestellt. Die zweite Langenberger Brauerei, 1867 von den Braumeistern Johann und Georg Dittmann ins Leben gerufen, hat inzwischen ihren Betrieb eingestellt.
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Das holzverarbeitende Gewerbe

Ein wichtiger Industriezweig innerhalb der Gemeinde Langenberg war das holzverarbeitende Gewerbe. Die Voraussetzungen hierfür schufen kurz nach dem Ersten Weltkrieg weitblickende Unternehmer, die sich bei der Herstellung von Möbeln auf die Serienfertigung verlegten. Heute haben sich die Schwerpunkte bei den einzelnen Industriezweigen verlagert. Eine Vielzahl von kleineren und mittleren Industrie- und Gewerbebetrieben in beiden Ortsteilen bieten einer beträchtlichen Anzahl von Arbeitnehmern Beschäftigung. Die Gemeinde unterstützt ansiedlungswillige Firmen durch die aktuelle Ausweisung von Gewerbeflächen (Gewerbegebiet "Grüner Weg"). Günstige Rahmenbedingungen wie eine gute Verkehrsanbindung tragen mit dazu bei, dass sich aus der früheren Monostruktur ein vielfältiges Arbeitsplatzangebot in den verschiedensten Gewerbebereichen entwickelt hat.
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