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Klimatipp der Vorwochen

Kalenderwoche 47

Wiederverwendbare Feuchttücher

Zwar sind Feuchttücher meistens entbehrlich und ein feuchter Waschlappen erfüllt den gleichen Zweck. Trotzdem gibt es vor allem unterwegs immer wieder Situationen in denen diese kleinen Helfer sinnvoll sind und für etwas mehr Hygiene und Pflege der Haut sorgen. Statt aber die herkömmlichen Einwegtücher mit zum Teil hautreizenden Inhaltsstoffen zu verwenden, kann man wiederverwendbare Tücher zur sanften Reinigung ganz einfach selber herstellen. Die Plastikfreie Lösung lässt sich zudem genau auf den persönlichen Bedarf abstimmen.

Als Grundlage benötigt man einen weichen, saugfähigen Stoff, zum Beispiel von alten T-Shirts und Sweatshirts. In handliche Größe geschnitten nehmen diese die Reinigungsflüssigkeit sehr gut auf.

Sanfte Reinigungstücher für den Babypopo

Diese sanft reinigende Flüssigkeit wird ohne Konservierungsstoffe hergestellt und sind deshalb für den Verbrauch innerhalb weniger Tage vorgesehen.

Man benötigt:

            500 ml             abgekochtes oder destilliertes Wasser

            1 TL                Kokosöl

            1 TL                Sonnenblumenöl, alternativ bei einem wunden Po Calendulaöl

            1 TL                Aloe-vera-Gel (optional, für zusätzliche Pflege und Feuchtigkeit)

So wird die Reinigungsflüssigkeit zubereitet:

1.    Wasser im Topf auf 30°C bis 40°C erwärmen

2.    Kokosöl zugeben und rühren, bis es sich aufgelöst hat

3.    Sonnenblumen- oder Calendulaöl und optional noch weitere pflegende Substanzen hinzugeben und weiter rühren, bis sich alles aufgelöst hat.

Alle verwendeten Gerätschaften sollten möglichst keimfrei sein, um die Flüssigkeit nicht zu verunreinigen.

© smarticular.net/feuchttuecher

Kalenderwoche 46

Naturjoghurt selber machen

Joghurt ist durch die Aktivität von Milchsäurebakterien eingedickte Milch. Frischen Naturjoghurt zuzubereiten, ist einfach und benötigt nur haushaltsübliche Dinge.

Für einen Liter Joghurt benötigt man:

            1 L      frische Vollmilch oder H-Milch

            2 EL   Naturjoghurt zum Impfen

                        Topf

                        Thermometer für Flüssigkeiten (z.B. Tee-Thermometer)

                        Gefäße zum Abfüllen des Joghurts (z.B. Einmachgläser)

 So geht es:

1.    Milch auf etwa 40°C erwärmen

2.    Naturjoghurt in die Milch rühren

3.    Milch in saubere Gefäße füllen

4.    Gefäße in den Backofen stellen und diesen möglichst exakt auf 42-45 °C einstellen (Thermometer zur Hilfe nehmen) und für sechs Stunden bei dieser Temperatur ruhen lassen. Dafür wird nur sehr wenig Energie benötigt.

5.    Der Joghurt ist anschließend verzehrfertig, er ist „stichfest“ – kaltstellen und innerhalb einer Woche aufbrauchen.

Das Ergebnis ist ein, abhängig vom Fettgehalt der Milch, cremiger Joghurt.

Während des gesamten Vorgangs ist Reinheit sehr wichtig. Je weniger Keime in die Milch gelangen, umso länger ist der Joghurt haltbar. Manche erhitzen deshalb die Milch bis auf 95°C, kurz vor dem Siedepunkt, dafür empfiehlt sich ein spezieller Milch Kochtopf.

©smarticular.net/naturjoghurt

Kalenderwoche 45

Verpackungsfrei Einkaufen - Brot und Backwaren

Wissen

Bäckertüten aus Papier sind gesundheitlich unbedenklich. Viele Brotverpackungen sind jedoch mit Plastik beschichtet oder haben ein Kunststoff Sichtfenster und belasten so unnötig Umwelt und Gesundheit. Die Müllmenge, die wir durch den gedankenlosen Verbrauch von Bäckertüten produzieren ist enorm. Wenn jeder Deutsche pro Woche zwei Bäckertüten benutzt, sind das pro Jahr bereits sieben Milliarden Tüten!

Empfehlung

Für den verpackungsfreien Einkauf von Brot eignet sich am besten eine Baumwolltasche. Besorge dir zum Einkauf von fetthaltigen Backwaren eine Metalldose.

Brot sollte nicht offen und nicht im Kühlschrank gelagert werden. Am besten lagert man Brot bei Zimmertemperatur in sauberen trockenen Behältern wie Brottopf oder Brotkasten. Brot bleibt in Baumwolltaschen länger frisch als in Papiertüten. Diese ist in Kombination mit einem Brotkasten ideal zum Lagern. Die Baumwolle nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie langsam wieder an die Backwaren ab. Die Baumwolltaschen können auch als Gefrierbeutel verwendet werden. Brot und Toastscheiben können darin ca. eine Woche lang eingefroren und nach und nach im Toaster aufgetaut werden.

 © naturtaschen.de

Kalenderwoche 44

Plastikfreies Badezimmer - Seife statt Duschgel

Wissen

Naturseifen sind eine einfache und vor allem kostengünstige Alternative zu Duschgel. Sie werden aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt, sind biologisch leicht abbaubar und toxikologisch unbedenklich. Eine Seife ersetzt zwei bis drei Flaschen Duschgel. Seife ist vor allem aus vermeintlich hygienischen Gründen unbeliebt. Wissenschaftler konnten bezüglich der Hygiene keine Unterschiede feststellen. Teure antibakterielle Produkte waren in Studien genau so effektiv wie ein Stück Seife mit Wasser.

Empfehlung

Achte beim Kauf der Seife auf die Inhaltsstoffe: Je weniger desto besser. Naturseifen von regionalen Seifenmanufakturen enthalten weniger Zusätze und werden oft aus regionalen Ölen statt aus Palm- oder Kokosöl hergestellt. Seife kann bei zu häufiger Verwendung die Haut austrocknen. Benutze Seife daher nur für Hautstellen die gründlich gereinigt werden müssen. Arme, Beine und Rücken kommen nach Empfehlung von Dermatologen besser ganz ohne Seife – nur mit Wasser – aus. Seife sollte nach dem Duschen möglichst trocken lagern. Dafür sind Luffa-Schwämme, Seifenmagnete oder Seifenschalen mit Ablauf empfehlenswert.

© naturtaschen.de

Kalenderwoche 43

Verpackungsfrei Einkaufen - Leitungswasser statt Flaschenwasser

Wissen

Aus Plastikflaschen kann besonders in Folge von Sonneneinstrahlung der leberschädigende Stoff Acetaldehyd in den Flascheninhalt übergehen. Acetaldehyd verändert den Geschmack der Getränke. Glas ist dagegen geschmacksneutral. Es gibt bei Glasflaschen keine chemischen Wechselwirkungen zwischen Behälter und Inhaltsstoffen. Experten streiten sich darüber, ob Glas oder Plastik hinsichtlich ihrer Ökobilanz besser abschneiden. Bei Glas fällt vor allem der Transportweg ins Gewicht.

Einige Menschen glauben, dass Mineralwasser gesünder als Leitungswasser ist. Dies ist nicht der Fall. Trinkwasser ist das am stärksten kontrollierte Lebensmittel in Deutschland. Mineralwasser wird in einem wesentlich geringeren Umfang kontrolliert. Auch wenn im Leitungswasser in manchen Regionen noch Rückstände von Chemikalien, Nitrat, Pestiziden, Arzneimitteln, Chrom, Uran nachweisbar sind, machen diese äußerst geringen Mengen nicht krank. Bedenklich für die Trinkwasser Qualität könnten eher defekte Leitungen sein, z.B. durch Legionellen-Besiedlung.
Viele Wasserversorgungswerke bieten kostenpflichtige Leitungswasseranalysen an, wenn du dir nicht sicher bist, ob dein Trinkwasser in Ordnung ist.

Empfehlung

Vertraue deinem Geschmack. Du kannst dich nicht entscheiden? Dann wechsle ab zwischen Mineralwasser und Leitungswasser. Das verbessert die Ökobilanz immerhin schon um die Hälfte! Für alle, die Sprudelwasser bevorzugen: Es gibt Trinkwassersprudler mit Glasflaschen. Besorge dir eine Trinkflasche für unterwegs aus Glas, Edelstahl oder Borosilikatglas. Unterwegs kannst du deine Trinkflasche problemlos in (fast) jedem Café oder Restaurant auffüllen lassen.