Das Friedrich-Löffler-Institut, das Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit auf der Ostseeinsel Riems (FLI), hatte am Mittwochabend den Ausbruch der hochpathogenen, also sehr ansteckenden, aviären Influenza (HPAI, Geflügelpest) bestätigt. Um den Betrieb in Rietberg ist eine Sperrzone (Schutzzone und Überwachungszone) eingerichtet worden, die sich in großen Teilen mit denen vorheriger Ausbrüche in Verl, Rietberg sowie dem benachbarten Kreis Paderborn überlappt.
Im Amtsblatt wird begründet, warum jetzt die Aufstallpflicht angeordnet wird: „Der Risikobewertung des Kreises Gütersloh wurde dabei zugrunde gelegt, dass dieser Wildvogeldurchzugsgebiet für wildlebende Watt- und Wasservögel ist und dass im Kreis Gütersloh mehrere Feucht- und Rastgebiete vorhanden sind. Weiterhin ist berücksichtigt worden, dass im Kreis Gütersloh die Geflügelhaltung von besonderer Bedeutung ist. Zudem sind bereits zum jetzigen Zeitpunkt in diesem Herbst drei Ausbrüche der Geflügelpest bei Hausgeflügel beziehungsweise in Nutztierbeständen im Kreis Gütersloh sowie fünf Ausbrüche der Geflügelpest bei Hausgeflügel beziehungsweise in Nutztierbeständen im benachbarten Delbrück im Kreis Paderborn in unmittelbarer Nähe zur Kreisgrenze Gütersloh zu verzeichnen, so dass aktuell bereits Teilbereiche des Kreises Gütersloh von entsprechenden Restriktionsmaßnahmen betroffen sind.“
Alle Geflügelhalter – egal wie viele Tiere sie halten – müssen ihre Tierhaltung bei der zuständigen Behörde, der Tierseuchenkasse NRW, melden, falls dies noch nicht erfolgt ist. Dieses gilt nicht nur für landwirtschaftliche Betriebe sondern auch für Hobbyhaltungen. Die Größe des Bestandes spielt dabei keine Rolle. Nur wenn diese Meldungen erfolgen, ist eine reibungslose Tierseuchenbekämpfung möglich und es besteht im Ernstfall Anspruch auf Leistungen der Tierseuchenkasse. Anträge zur Meldung von Tierbeständen befinden sich auf der Internetseite der Tierseuchenkasse NRW. Das Veterinäramt bittet ausdrücklich alle Geflügelhalter, ihre Bestände sorgfältig zu beobachten und bei vermehrten Todesfällen die Todesursache durch einen Tierarzt abklären zu lassen.
Weitere Informationen und unter www.kreis-guetersloh.de

