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Rathaus / Kommunalgeschichte

Zur Geschichte der Gemeinde Langenberg

Erste Ansiedlungen „auf dem langen Berge“ erfolgten in vorsächsischer Zeit und verweisen somit auf eine über 1500-jährige Geschichte.
In den historischen Urkunden taucht der Name Langenberg erstmalig im Jahre 1180 auf, als die Ansiedlung auf
dem Höhenausläufer der Beckumer und Stromberger Berge mit dem Amt Reckenberg dem Fürstbistum Osnabrück zugeschlagen wurde. Seitdem wurde Langenberg von den Drosten und Amtmännern auf dem Wiedenbrücker Reckenberg verwaltet und gehörte seit 1815 zum Kreis Wiedenbrück in Preußen bis zur Auflösung der Ämter im Zuge der Gebietsreform von 1969.
Am 1. Januar 1970 entstand die neue amtsfreie Gemeinde Langenberg, vergrößert um das bis dahin zum Amt Liesborn- Wadersloh im Kreis Beckum gehörige Benteler. Seit der Neuordnung der Kreise im Jahre 1973 gehört Langenberg zum Kreis Gütersloh und gilt mit ca. 8600 Einwohnern als „kleinste Gemeinde“ in diesem Kreis.

Als erste und vordringliche Baumaßnahme schuf sich die junge Gemeinde neben dem Bau der Bentelerstraße als neue Verbindungsstraße der beiden Ortsteile und einer Hauptschule mit Mehrzweckhalle ein eigenes Rathaus, das 1975 bezogen wurde. Dadurch mussten die Bürger zur Erledigung ihrer Amtsgeschäfte
nicht länger nach Wiedenbrück „aufs Amt“ fahren. Ein eigenes Standesamt erhielt Langenberg bereits 1906 zugesprochen und wurde im Haus der Lehrerfamilie Brinkmann im Pastorskamp eingerichtet.


Das alte Langenberger Wappen zeigte oben die Marterwerkzeuge,womit die beiden Kirchenpatrone getötet wurden - den glühenden
Eisenrost für St. Laurentius und die Giftpfeile für St. Lambertus – und unten das Reckenberger Rad und das Westfalenross. Es ist noch auf
der Statue für den Hl. Nepomuk an der Fortbachbrücke nach Selhorst erhalten
Neues Wappen der Gemeinde seit der Neuordnung.
Dieses neue Wappen wurde vom Lehrer und Ratsherrn Heinrich Schürmann entworfen.
In Silber (Weiß) vorn zwei blaue übereinanderstehende Kornblumen mit silbernen (weißen)Butzen, hinten ein blauer Flankenpfahl.
Die beiden Blüten weisen auf die Entstehung der neuen Gemeinde aus den Ortskernen Langenberg und Benteler hin, deren Vereinigung
sich im Flankenpfahl, als Bindung an die Nord-Süd-Achse, widerspiegeln soll.