countryside-2175353_1920.jpg
Altes Vogtei-Haus von 1668

Das Amt Reckenberg im Fürstbistum Osnabrück war ab 1556 in zwei Vogteien unterteilt: Die Vogtei Langenberg südlich und die Wüste-Vogtei nördlich der Ems.
Zur Vogtei Langenberg gehörten neben dem Kirchspiel Langenberg auch St. Vit, Batenhorst, Röckinghausen und Steppentrup. Der Vogt (von lat. vocatus, advocatus = Berufener, Rechtsbeistand), der die Reckenberger Amtsgeschäfte für den Fürstbischof vollzog, wohnte anfangs noch in Wiedenbrück, ab 1584 aber in einem eigenen Haus
hier an dieser Stelle in Langenberg.
Johann Hildebrandt (JHB) war von 1595 - 1604 Vogt zu Langenberg.
Ihm folgte der evang. Vogt Patroclus Gelhuet, dann dessen Sohn Leonhard von 1666 - 1680. Er erbaute 1668 das noch
heute gut erhaltene Vogteigebäude, das zu den ältesten Häusern in Langenberg zählt.
Mit der Zusammenlegung der beiden Vogteien (nach 1767) zog der neue Vogt Joseph Ferdinand König wieder nach Wiedenbrück.
Ab 1790 bewohnte Conrad Gelhoet mit seiner Familie das Haus.
Durch die Gründung der preußischen Provinz Westfalen und im Zuge der Verwaltungsreform 1815 wurde das Amt des Vogtes abgeschafft, auch wenn der Name Vogtei bis 1867 Verwendung fand.
Aus der „Vogtei Langenberg“ wurden die drei selbstständigen Gemeinden Langenberg, St. Vit und Batenhorst.
Die ab 1817 nachfolgenden Eigentümer waren also keine Vögte mehr.

Seit 1905 ist das Haus im Besitz der Familie Rosenthal.



Die gusseiserne Wetterfahne, die einst das Dach zierte, zeigte einen Engel mit einem Tier (Hund?). In den Ecken die Jahreszahl 1597.
Die Initialen IHB verweisen wohl auf den Vogt Johan Hildebrandt,
der dieses Haus bewohnte.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.